Reiseführer

Florenz

Ortschaften und Keller des Chianti

Chianti ist nicht nur der weltweit berühmteste italienische Wein, sondern vor allem eine geografische Bezeichnung für die Berge und Hügel zwischen Florenz und Siena. Dazu hat das Chianti auch historische Bedeutung, unter Bezugnahme auf die hier im Mittelalter von seinen Gemeinden gebildete Liga mit dem Wahrzeichen des schwarzen Hahnes. Hinzu kommt der Weinbau, dessen Zentrum das Gebiet des Chianti Classico ist, mit vier Gemeinden aus der Provinz Florenz (Barberino Val d'Elsa, Greve, San Casciano und Tavarnelle Val di Pesa) und fünf aus der Provinz Siena (Castellina, Castelnuovo Berardenga, Gaiole, Radda und Poggibonsi). Durchquert wird dieser Landstrich von der Staatsstraße 222 Chiantigiana, die mit wenig mehr als 60 km die beiden Provinzhauptstädte miteinander verbindet, mit herrlichen Blicken ins Land. Unterwegs bemerkt man sofort die vielen Weinbaubetriebe (oft in Burgen oder historischen Höfen eingerichtet), Trattorien und (oft sehr eleganten) Restaurants, die agrotouristischen Betriebe und ganzen Ortskerne, die zu luxuriösen Landsitzen geworden sind. Der Rückweg kann über die Autobahn führen, wobei die Cassia (SS 2) aber viel schöner wäre, eine weitere märchenhafte Straße, zu der man sich Zeit nehmen muss.

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