
Genua
Strada Nuova und ihre Palazzi
Eigentlich Via Garibaldi, aber für die Einwohner von Genua seit jeher die Strada Nuova (Neue Straße), die von 1550, dem Jahr ihrer Eröffnung, bis 1716 (Abschluss der Arbeiten) die große Baustelle der Stadt war, denn alle großen Familien hatten den Ehrgeiz, sich hier einen monumentalen Palazzo errichten zu lassen. Insgesamt sind es dreizehn. Der flämische Maler Rubens, der Anfang des 17. Jh.s in Genua weilte, bewunderte diese Straße derart, dass er ein Buch darüber veröffentlichte und ihr zu großer Berühmtheit verhalf. In derselben Zeit hatte der Senat der Stadt eine Zählung durchführen lassen: Man suchte Privathäuser, die hochgestellte Persönlichkeiten aufnehmen konnten. Und die einzigen, die eines Papstes oder eines Kaisers würdig waren, standen in der Strada Nuova! Im Laufe der Jahrhunderte hat sich kaum etwas geändert: Die Strada Nuova ist heute ein Straßen-Museum, das nach umfangreichen Restaurierungsarbeiten die Rolle eines Kultur-Pols übernommen hat. Drei Museen gibt es hier (Palazzo Rosso, Palazzo Bianco und Palazzo Tursi), aber auch andere Bauten sind Besuchern und Ereignissen zugänglich. 2006 ist die Strada Nuova von der Unesco zum Weltkulturerbe erklart worden
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