
Mailand
Die Galleria, die gute Stube von Mailand
Vom nördlichen, den Domplatz säumenden Bogengang erfolgt der Zugang zur Galerie durch einen Triumphbogen zu Ehren Vittorio Emanueles II., unter dem Italien zur Einheit gelangte. Es handelt sich um eine kreuzartig angelegte, überdachte Passage (Projekt von 1865), deren fast 200 m langer Hauptarm die Verbindung zur Piazza della Scala herstellt. An der Kreuzung der beiden Arme tut sich das so genannte Ottagono (Achteck) auf. Überdacht ist die Passage mit einer Struktur aus Eisen und Glas, die damalige Mode. Man hatte ein Zwischending zwischen einem öffentlichen und einem privaten Raum schaffen wollen, sozusagen das Urmodell einer Einkaufsmeile. Seit jeher ist die Galerie die gute Stube der Stadt, nicht zuletzt auch dank der eleganten Geschäfte, die sie säumen. Zwei bedeutende Lokale haben bis heute überleben können. Das eine, die Bar Zucca (früher Camparino) mit eleganten Mosaiken und einer Einrichtung im Stile Art Noveau, liegt an der Ecke zum Domplatz, während das Restaurant Savini, im östlichen Seitenarm, mit seinem roten Samt und den Spiegeln noch heute Inbegriff der Mailänder gastronomischen Tradition ist. Direkt am Achteck liegt das "historische" Geschäft des Modehauses Prada, das hier 1913 eröffnet hat.
Copyright © 2010 Touring Editore Srl, Milano.





Die Pizza entdecken
Funparks in Verona
Mailand für Junge Touristen