Reiseführer

Triest

Von Grado nach Aquileia

Sehr schön ist Grado, eine Stadt antiken Ursprungs zwischen Meer und Lagune: Im dichten Netz der Calli (kleine Straßen) und Campielli (Plätze), die die Kathedrale von St. Eufemia umschließen, herrscht noch die Atmosphäre eines venezianischen Hafens, doch schon bald tritt die Lebhaftigkeit des dynamischen Fremdenverkehrsortes an ihre Stelle. Dank seiner Lage und seiner feinen Sandstrände hat sich der Ort den Beinamen „Isola del Sole" (Sonneninsel) verdient; seine Meeres-Thermen gehen auf die Zeit der Habsburger zurück. Direkt im Hinterland der Ausgrabungsbereich von Aquileia, Stadt der Patriarchen, mit herrlichen Mosaiken in den Kirchen. Auf der Höhe seiner Blütezeit war Aquileia Mittelpunkt des Handels zwischen Mittelmeer und Donaugebiet und eben seine Einwohner haben Venedig gegründet, als sie vor Attila fliehen und ihre Stadt verlassen mussten. Doch zurück zu Grado, wo eine ausgezeichnete Fischküche zu Hause ist, die schon allein einen Besuch verdient. Die Spezialität ist der „Brodetto", eine Fischsuppe, die verschieden zusammengestellt werden kann, zum Beispiel mit Drachenkopf oder Froschfisch, aber immer ohne Tomaten, nur mit Knoblauch, Petersilie und Essig. Dazu „Polenta" (Maisbrei) und ein Glas Friauler Tocai..

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