IM COCKPIT EINES AIR DOLOMITI FLUGZEUGS

Vom Start bis zur Landung: Beleuchtung, digitale Karten und wichtige Checks

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Vom Start bis zur Landung: Beleuchtung, digitale Karten und wichtige Checks

Willst du mit uns einen Blick hinter die Kulissen des Flugbetriebs bei Air Dolomiti werfen? 

Diesmal geht es um die allgemeingültigen Codes, die einen Flug regeln: Systeme, Instrumente, Checklisten und Abläufe, die die Piloten rigoros befolgen.

Jedes eingeschaltete Licht, jeder Datencheck, jede Treibstoffkontrolle trägt dazu bei, einen Flug in seiner ganzen Komplexität zu einem zuverlässigen und sicheren Reiseerlebnis zu machen.

Die Flugzeugbeleuchtung: So lassen sich Flugzeuge auch im Dunkeln „lesen“

Lichter dienen in der Luftfahrt nicht nur der Sichtbarkeit. Ihre Bedeutung liegt auch in der Kommunikation, Signalwirkung und Sicherheit. Lichter kommunizieren mit den Piloten, anderen Flugzeugen und dem Tower. Die Sprache der Lichter nutzt unterschiedliche Farben und Helligkeiten, sie wird auf jedem Flughafen und jeder Flugroute der Welt verstanden.

Dank der Flugzeugbeleuchtung, die durch internationale Standards (ICAO Annex 2, FAA AIM) reglementiert ist, kann ein Flugzeug auch im Dunkeln vom Boden oder von einem anderen Cockpit aus „gelesen“ werden.

Jedes Licht hat eine bestimmte Funktion:

  • Positionslichter (Navigation Lights) > grün an der rechten Tragfläche, rot an der linken Tragfläche und weiß am Heck. Sie sind von Sonnenuntergang bis -aufgang vorgeschrieben und ermöglichen die Bestimmung von Flugrichtung und Position eines Flugzeugs beim Nachtflug.
  • Rolllichter (Taxi Lights) > Scheinwerfer, die am Bugfahrwerk oder unter den Tragflächen angebracht sind und ausschließlich am Boden vor dem Start und nach der Landung auf der Rollbahn verwendet werden.
  • Landelichter (Landing Lights) > sehr helle, weiße Strahler, die nah am Rumpf oder auf den Tragflächen angebracht sind. Nach den EASA-Vorschriften müssen sie bis zu einer Höhe von 10.000 Fuß eingeschaltet bleiben, um die Sichtbarkeit für andere Flugzeuge zu erhöhen.
  • Stroboskoplichter (Strobe Lights) > sehr helle, weiß blitzende Lichter. Sie sind beim Starten, während des Fluges und beim Landen eingeschaltet und machen ein Flugzeug bei Tag und Nacht schon aus großer Entfernung sichtbar. Sie dienen der Kollisionsvermeidung.
  • Logo-Lichter (Logo Lights) > Neben der Beleuchtung der Seitenleitwerksflosse aus optischen und werblichen Gründen haben sie auch den praktischen Zweck, das Flugzeug nachts bei Rollbewegungen am Boden besser erkennbar zu machen.

Wusstest du schon, dass…

- sich die Lichtschalter auf dem Overhead Panel befinden und nacheinander nach genau festgelegten Betriebsabläufen eingeschaltet werden?

- die Landelichter so konstruiert sind, dass sie der hohen aerodynamischen Belastung standhalten? Sie können eine Leistung von über 600 Watt erreichen und werden während des Fluges durch den Luftstrom gekühlt.

EFB und digitale Karten: das neue Cockpit

Früher befanden sich im Cockpit über 15 Kilo schwere Ordner mit Handbüchern und Karten. Heute passt das alles auf einen Tablet-PC.

Ein Electronic Flight Bag (EFB) ist heute eines der zentralen Instrumente in der Luftfahrt.

An Bord der Air Dolomiti Embraer enthält der „elektronische Pilotenkoffer“ (EFB-Gerät der Klasse B – EASA AMC 20-25) Betriebsdokumente, Handbücher, Checklisten, Leistungstabellen und digitale Echtzeit-Navigationskarten.

Mit einigen Fingertipps können die Piloten digitale Streckenkarten, sogenannte Enroute Charts, aufrufen. Sie zeigen u. a. Folgendes an:

  • Ausweichflughäfen für eventuelle Umleitungen
  • Wegpunkte und ATS-Routen (Air Traffic Service)
  • Mindestflughöhen zur Gewährleistung der Sicherheit über Hindernissen
  • voraussichtliche Turbulenzen und Winde in der Höhe

Die EFB-Revolution

Laut der EASA gibt es dank EFB weniger Navigationsfehler, und das Situationsbewusstsein ist besser geworden. Die digitale Konsultation beschleunigt Entscheidungen, verkürzt die Turnaround-Zeiten und trägt zu einer effizienteren Routenplanung bei, was auch dem Klima zugutekommt.

Treibstoffkontrolle im Cockpit – wie wird sie durchgeführt und warum alle 60 Minuten?

Die Kontrolle des Treibstoffstands (Fuel Check) wird vor dem Einschalten der Triebwerke und vor dem Start durchgeführt. Anschließend erfolgt der Fuel Check in Intervallen von 60 Minuten während des Fluges sowie nach der Landung bei ausgeschalteten Triebwerken.

In den ersten 60 Flugminuten wird die Kontrolle zweimal durchgeführt.

Neben der Treibstoffmenge prüfen die Piloten Folgendes:

  • die Symmetrie zwischen den Tankständen (um Ungleichgewichte zu vermeiden)
  • den Verbrauch im Vergleich zum Flugplan
  • ob sie gegebenenfalls auf das Fuel-Crossfeed-System umschalten, das Ungleichgewichte zwischen den Haupttanks ausgleicht

Innovation im Cockpit: Technologie im Dienst der Fluggäste

Jahrzehntelang wurden für die Landelichter Glüh- oder Halogenlampen verwendet: Sie waren zwar leistungsstark, aber energieintensiv, hatten eine durchschnittliche Lebensdauer von nur wenigen hundert Stunden und mussten häufig gewechselt werden.

Heute hingegen verwenden Embraer und viele moderne Flugzeugflotten LED-Landelichter, die eine Lebensdauer von über 20.000 Stunden garantieren und mehr als 40 Prozent weniger Energie verbrauchen.

Dabei geht es nicht nur um technische Effizienz: Die LED-Technologie erhöht die Betriebssicherheit und verringert das Risiko ungeplanter Wartungsarbeiten. Außerdem verbessert die höhere Lichtintensität die gegenseitige Sichtbarkeit zwischen Flugzeugen und trägt so zur Flugsicherheit bei.

Für die Fluggäste ein unsichtbares Detail, für die Cockpit-Entwicklung ein deutlicher Sprung: Innovationen wie diese machen jeden Flug sicherer, effizienter und nachhaltiger.

Was wir euch mit Worten erzählt haben, könnt ihr auch in Bildern erleben.