LUFTBETANKUNG
Oft haben wir in diesem Abschnitt, der unseren Geeks gewidmet ist, über Instrumente und Verfahren geschrieben, die in der militärischen Luftfahrt Anwendung finden.
Die Luftbetankung, deren Geschichte und Geheimnisse wir gleich für euch lüften werden, ist ein solcher Vorgang. Der Grund liegt auf der Hand: Verkehrsflugzeuge starten am Flughafen A und landen am Flughafen B, sodass die benötigte Treibstoffmenge genauestens berechnet wird. Für die Berechnung der Treibstoffmenge, mit der ein Verkehrsflugzeug betankt werden soll, werden drei wesentliche Faktoren in Betracht gezogen:
- der Kraftstoff, der zur Abdeckung der Flugstrecke benötigt wird,
- eine zusätzliche Treibstoffmenge („Alternate Fuel“), die für einen eventuellen Weiterflug vom eigentlichen Zielflughafen zum Ausweichflughafen benötigt wird,
- zusätzlicher Treibstoff („Contingency Fuel“), der für Verschiedenes eingeplant wird, wie etwa den sogenannten Reservetreibstoff, der beispielsweise bei ungünstigen Wetterbedingungen benötigt wird.
Es gibt verschiedene Luftbetankungssysteme:
- mit einem Ausleger, der von einem Bediener über ein System von Kameras und Fernbedienungen autonom gesteuert wird, oder
- mit Sonde und Fangtrichter, also abhängig vom Flug der beiden Flugzeuge, wie bei den ersten Experimenten der 1920er-Jahre.