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Camposanto Monumentale

Der Camposanto Monumentale gerät neben dem Dom und dem Schiefen Turm von Pisa oft etwas in Vergessenheit, aber die monumentale Friedhofsanlage steht den berühmten Friedhöfen der Welt in nichts nach. Sogar heilige Erde von den Kreuzzügen soll er enthalten, deshalb auch der Name „Heiliges Feld“.

Zu finden ist der Camposanto Monumentale zusammen mit dem Schiefen Turm, dem Baptisterium und dem Dom auf dem Campo dei Miracoli (Platz der Wunder), wie die Piazza del Duomo oft genannt wird. Den Namen verdankt die Piazza dem Dichter Gabriele D'Annunzio: Er nannte ihn "Prato dei Miracoli" (Wiese der Wunder), als er ihn von oben aus einem Flugzeug betrachtete. Der Grund dafür ist die Schönheit der Gebäude aus Marmor, die sich inmitten eines grünen Rasens präsentieren. 

Die Bogengänge des Camposanto Monumentale bilden den nördlichen Abschluss der Piazza del Duomo und die Friedhofsanlage selbst das jüngste Bauwerk des Ensembles. Zwar ist hier der Trubel des Schiefen Turms noch spürbar, aber alles läuft etwas ruhiger und gemächlicher ab. Generell ist es oft empfehlenswert, die Gegend früh am Morgen aufzusuchen.

Für Mathematik-Fans bietet der Camposanto noch ein besonderes Highlight: Die Statue des pisanischen Mathematikers Leonardo Fibonacci. Da es keine zuverlässigen Aufzeichnungen gab, wie Fibonacci aussah, ist die Darstellung jedoch mit etwas künstlerischer Freiheit zu sehen.
Wer sich für Fresken und ihre Vorzeichnungen, die sogenannten Sinopien, interessiert, sollte den Nordflügel und das Museo delle Sinopie nicht verpassen. Leider wurden etliche Meisterwerke durch einen Bombenangriff 1944 zerstört. Was gerettet werden konnte, wurde nach seiner Restauration in den Nordflügel des Camposanto gebracht und soll eines Tages wieder an seinen angestammten Platz kommen. 

Als man nach der Zerstörung die verbliebenen Fresken abnahm, kamen die mit Rötelkreide aufgetragenen Vorzeichnungen, die sogenannten Sinopien, zum Vorschein. Eine Sinopia wurde oft vom Künstler selbst entworfen, wohin gegen die Ausführung des Freskos selbst Gehilfen oder Schülern aufgetragen wurde. Im Museo delle Sinopie werden die Sinopien der Camposanto-Fresken den reproduzierten Wandgemälden direkt gegenübergestellt. Ein Besuch lohnt sich nicht nur für Kunst-Fans.